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Die GKS geht in Kohlbruck weiter auf Expansionskurs
ADAC-Tochterfirma hat nun ein zweites Bürogebäude in der Messestraße - Mitarbeiterzahl in 13 Jahren von 17 auf 250 gewachsen, Tendenz steigend

von Elke Zanner.
Die ADAC-Tochter GKS (Gesellschaft für Kommunikationsservice mbH) hat ihre Präsenz in Kohlbruck auch räumlich weiter ausgebaut. Nach etwa acht Monaten Bauzeit wurde gestern ein zweites Firmengebäude in der Messestraße 5 eingeweiht und damit offiziell in Betrieb genommen. Rund zwei Millionen Euro hat der ADAC in den Umbau investiert.

Die Geschichte der GKS in Passau ist zweifellos eine Erfolgsstory. Denn während in anderen Unternehmen Arbeitsplätze abgebaut werden, stellt die GKS laufend ein. Es gibt genug zu tun bei der ADAC-Tochter: An 365 Tagen im Jahr nehmen die Mitarbeiter dort u.a. die Notrufe der ADAC-Mitglieder entgegen, erledigen die Abrechnung diverser ADAC-Dienstleistungen, machen Schadensaufnahmen. Das ist nur ein kleiner Teil des Leistungsspektrums. Software-Entwicklung und IT-Support bietet die GKS ebenfalls an.

1992 startete das Unternehmen mit 17 Mitarbeitern in der ehemaligen Standortverwaltung in der Karlsbader Straße. 1996 hat der ADAC dann als erster Investor in Kohlbruck ein ehemaliges Kompaniegebäude gekauft und saniert und damit die Initialzündung für weitere Betriebsansiedlungen gegeben.

Nach Abschluss der Bauarbeiten zog die GKS schließlich in die Messestraße 8 um. Doch dort war das Unternehmen schnell am Ende seiner räumlichen Kapazitäten angelangt. Denn die Mitarbeiter - zu 78 Prozent Frauen - wurden immer mehr. Derzeit sind es knapp 250, wovon etwa 135 im Call-Center-Bereich arbeiten. Ein Ende der Expansion ist auch jetzt nicht in Sicht: Bis Ende des Jahres 2006 sollen 50 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

Also musste ein zweites Gebäude her für die stetig wachsende Mitarbeiterschar. Vor zwei Jahren kaufte der ADAC für 1,8 Millionen Euro das ehemalige Montessori-Gebäude in der Messestraße 5. Von April bis Dezember 2004 wurden die maroden Räumlichkeiten unter architektonischer Leitung von Walter Aidenberger (Büro Krassler-Reiter & Partner) in ein modernes Bürogebäude verwandelt, das seit Januar 2005 schrittweise ausgestattet wurde. Dort sind nun rund 70 Beschäftigte untergebracht, die in erster Linie mit versicherungstechnischen Dienstleistungen beschäftigt sind. »Das Domizil entspricht voll und ganz unseren Vorstellungen«, freute sich ADAC-Vizepräsident Arnulf Lode.

Dass die GKS einst nach Passau kam, ist in erster Linie das Verdienst von ADAC-Vorstandsrat Alois Ortner. Denn der ADAC hatte sich seinerzeit auch nach Standorten in den neuen Bundesländern umgeschaut. Ortners Engagement würdigte gestern nicht nur die GKS-Geschäftsführerin Maria Schrallhammer. Auch in Sachen Firmenerweiterung in der Messestraße 5 habe man sich »auf das stille Wirken und die erfolgreiche Überzeugungsarbeit eines wertvollen Stadtrats und ebenso wertvollen ADAC-Vorstands verlassen können«, sagte Schrallhammer.

Den gelungenen Umbau und die Expansion der GKS in Kohlbruck lobten Hartmut Artus (ADAC Hausdienste und -verwaltung), stv. Landrat Günther Kohl - der sich freute, dass etwa die Hälfte der GKS-Mitarbeiter aus dem Landkreis kommt - sowie MdB Dr. Klaus Rose. Wie Alois Ortner betonte, war Rose zur Zeit der Auflösung des Bundeswehrstandorts in Kohlbruck Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium und als Bindeglied zur Stadt maßgeblich daran beteiligt, dass die Grundstücke schnell in den Besitz der Kommune gelangten.

»Die Erweiterung der GKS tut der ganzen Region gut«, sagte OB Albert Zankl gestern. Denn von dem Umbau profitierten auch rund 30 Unternehmen aus Passau und der Region.

Stadtpfarrer Joseph Bader segnete die neuen Räumlichkeiten, die sich die rund 80 Gäste aus Wirtschaft und Politik - darunter auch die MdB Dr. Max Stadler und Gerlinde Kaupa sowie die Landtagsabgeordneten Jürgen Dupper und Dr. Gerhard Waschler - nach einem Büfett in Ruhe anschauen konnten.